Der emotionsfokussierte Ansatz

Mit unserem emotionsfokussierten Ansatz in der Paartherapie helfen wir den Partnern, ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche aufzuspüren, deutlicher wahrzunehmen, einzuordnen und zu benennen. Wir unterstützen unsere Paare auch dabei, ihre negativen emotionalen Interaktionen zu erkennen, um dadurch zu den tiefer liegenden, primären Emotionen vorzudringen. So stecken zum Beispiel hinter der im Streit häufig zum Ausdruck gebrachten Wut oder Aggression (sekundär) oftmals „weichere“ Gefühle, etwa von Scham, Angst oder Hilflosigkeit (primär). Diese in den kritischen Situationen nicht zum Ausdruck gebrachten, primären Emotionen, sind letztlich also die Auslöser der negativen Interaktionszyklen.

Wir arbeiten mit unseren Klienten daran, die Transformation der häufig nicht förderlichen, sekundären Emotionen, in angepasste, funktionelle Gefühle zu fördern, um somit eine positive Veränderung der Interaktion zu erreichen. Der Partner kann mit dem primären Gefühl von beispielsweise Angst oder Trauer natürlich besser umgehen und es leichter annehmen und einordnen, als mit der (sekundären) Wut oder der scheinbaren Kälte des Gegenübers.

Im Fokus der Paartherapie steht also, das emotionale Band zwischen den Partnern wieder herzustellen, indem wir das Paar dabei begleiten, die grundlegenden, verborgenen, primären Gefühle (etwa Angst, Scham, Trauer oder das unerfüllte Bedürfnis nach Nähe, Anerkennung und Kontakt) zu erkennen, emotional wahrzunehmen und zu enthüllen, also dem Partner zu zeigen. Durch diesen Prozess werden die schmerzlichen Emotionen der Partner reguliert und gelindert und die emotionale Bindung des Paares gestärkt.

Weitere Themen